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Ablauf - Workshop - Reise
- Delphi-Umfrage Ablauf der Delphi-Expertenumfrage: Die Delphi-Umfrage ist eine ausführliche Experten-Befragung, die anonymisiert ausgewertet wird. Wir fragten rund 1170 Experten in zwei Runden nach ihrer Zukunftsprognose zur Landschaft in Mitteleuropa, speziell in den von uns ausgewählten Regionen. Die erste Befragung fand im Frühjahr und die zweite im Herbst 2002 statt. Die Ergebnisse aus der ersten Befragung flossen in die zweite Befragung ein. Im zweiten Durchgang wurden die Experten von den Ergebnissen aus dem ersten Durchgang informiert. Sie hatten Gelegenheit, ihre Prognose beizubehalten oder ihre Meinung zu ändern. Im zweiten, und abschliessenden Durchgang wurden die Ergebnisse des ersten Durchganges geschärft, um schlüssige Szenarien entwickeln zu können. Die besondere Qualität der Methode liegt in der Rückkopplung der Umfrageergebnisse auf die Meinungsbildung der beteiligten Experten. Delphi-Umfragen werden daher für komplexe Zukunftsprognosen eingesetzt.
Wir danken den Teilnehmern und Teilnehmerinnen recht herzlich für Ihre Mühe bei der Beantwortung der Fragen dieser Delphi-Umfrage. Dank Ihres Engagements ist diese Umfrage äusserst erfolgreich verlaufen. Von rund 1170 Adressaten haben 48% am ersten Durchgang der Delphi-Umfrage teilgenommen und von diesen 63% im zweiten Durchgang - mehr, als bei derartigen Umfragen üblich ist. Die grosse Zahl offener Fragen und die teilweise schwierigen Inhalte waren sicherlich sehr anspruchsvoll. Der erfolgreiche Rücklauf zeigt uns aber, dass wir ein aktuelles Thema mit angemessenem Aufwand behandelt haben. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre Zeit auch der Beantwortung offener Fragen gewidmet haben. Die Ergebnisse der Umfrage werden nun aufbereitet und zu gegebener Zeit zugänglich gemacht. Dies ist die erste Delphi-Umfrage, die mit Hilfe des Internet abgewickelt wird. Der Fragebogen wurde auf Papier und am Internet angeboten. Die Auswertung der Daten zeigt, dass das Medium des Fragebogens am Internet erfreulich gut angenommen wird. Der Rücklauf unserer Fragebögen am Internet ist mit jenem unserer Postaussendungen vergleichbar. Die Grafik und das Layout am Papier und am Internet wurden dem jeweiligen Medium entsprechend eingesetzt, um die Orientierung in beiden Medien zu erleichtern. Die Seiteneinteilung wurde so optimiert, dass eine Papierseite jeweils einer Bildschirmseite entspricht. Der Papierfragebogen wurde am Internet zusätzlich im PDF-Format zu Herunterladen und Ausdrucken angeboten. Im ersten Durchgang der Umfrage stellten wir allgemeine Trendfragen und Fragen zu ausgewählten Regionen. DieTeilnehmerinnen und Teilnehmer an der Umfrage am Internet erhielten von uns ein Passwort für den Zugang zum Fragebogen. Beispiele aus dem Fragebogen am Internet (Screenshots):
Beispiele aus dem Fragebogen am Papier:
Wir befragten in der ersten Runde rund 1170 Experten zur Zukunft der offenen Landschaft in Mitteleuropa. Die Experten kommen aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ihr Zugang zur Landschaft ist für unsere Umfrage massgeblich:
Die Ergebnisse der Umfrage sollen auf Regionen in mehrern Ländern übertragbar sein. Der Teilnehmerkreis setzt sich daher aus Experten zusammen, die bundesweit in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, landesweit in Baden-Württemberg, Bayern, Niederösterreich, Oberösterreich oder der Steiermark bzw. kantonweit im Thurgau tätig sind. In der ersten Runde wurden 1172 Personen persönlich eingeladen, den Fragebogen auszufüllen. 853 Personen wurden im Februar 2002 per Email kontaktiert und gebeten, den Fragebogen am Internet auszufüllen, 319 erhielten den Fragebogen auf Papier mit der Post. Von 853 Personen, die eingeladen worden waren, den Fragebogen am Internet auszufüllen, haben 406 (48%) die Internet-Seite mit dem Fragebogen aufgerufen. 381 Personen füllten den Fragebogen online aus, 23 Personen druckten den auf der Internet-Seite als PDF-File angebotenen Fragebogen aus, zwei druckten die Internetseiten aus und schickten diese ausgefüllt zurück. Von den 319 ausgesandten Papierfragebogen wurden 107 (34%) ausgefüllt retourniert. Der Rücklauf von Papier und Online-Fragebögen betrug insgesamt 444 Stück bzw. 38% der Aussendungen.Dies ergab 513 Datensätze für die Auswertung.
Obwohl der Fragebogen von vielen Teilnehmern als (zu) schwierig und (zu) lange bezeichnet wurde, fiel der Rücklauf höher aus als die erwarteten 25 - 35%. Dies führen wir einerseits auf die gelungene Auswahl der Adressaten zurück, andererseits auf die Aktualität des Themas. Der Fragebogen scheint wissenschaftlichem Anspruch und Benutzerfreundlichkeit in optimaler Weise gerecht geworden zu sein. Unter den zahlreichen (150) Nachrichten an uns fanden sich auch häufig dankende und lobende Worte. Das Antwortverhalten der Teilnehmerinnen unterschied sich nicht von jenem der Teilnehmer. Von den kontaktierten Personen waren 85% männlich und 15% weiblich. Die Prozentsätze des Rücklaufs weisen das selbe Verhältnis auf. Die Möglichkeit, offene Fragen zu beantworten, wurde sehr intensiv in Anspruch genommen. Im Fragebogen wurde im Anschluß an die meisten Fragen nach einer Begründung, häufig auch nach Vorschlägen gefragt. Insgesamt wurden 35 offene Fragen gestellt und bis zu 415 Antworten verzeichnet. Die Altersverteilung und der Bildungsgrad der beteiligten Personen entsprechen der Vorstellung von Experten als Zielpublikum einer Delphi-Umfrage. Die Altersverteilung der teilnehmenden Personen hat den höchsten Wert bei der aktiven erfahrenen Gruppe der 41- 60-jährigen:
Die weitaus meisten teilnehmenden Personen haben eine akademische Ausbildung:
Die berufliche Stellung der beteiligten Personen ist überwiegend
im öffentlichen Dienst. Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten möglich:
Einerseits ist zu bedenken, dass Adressen von Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst relativ leicht zu erfassen sind und diese eher zur Teilnahme an einer Delphi-Umfrage zu motivieren sind als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Andererseits kann die Auswahl der Adressaten und deren Teilnahme auch als Zeichen dafür gewertet werden, dass Kulturlandschaft vor allem eine Aufgabe der öffentlichen Hand ist. Bei der Auswahl der Adressen wurde ein Anteil von jeweils rund 50 Personen
je Region angestrebt. Die Einladung zur Umfrageteilnahme erfolgte aber auch an
Personen, die nicht in den angeführten Regionen leben. Diese Personen konnten
eine der Auswahlregionen wählen und Fragen zu dieser Region beantworten.
Der Verteilung der Auswahlregionen entsprechend, sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Delphi-Umfrage zu rund 52% aus Österreich, zu 34% aus Deutschland und zu 14% aus der Schweiz. Im September 2002 wurden 506 Personen persönlich eingeladen, den zweiten Fragebogen auszufüllen. 385 Personen wurden per Email kontaktiert und gebeten, den Fragebogen am Internet auszufüllen, 121 erhielten den Fragebogen auf Papier mit der Post. 239 (62%) Personen haben den Fragebogen am Internet ausgefüllt. Von den ausgesandten Papierfragebogen wurden 82 (68%) ausgefüllt retourniert. Der Rücklauf von Papier und Online-Fragebögen betrug insgesamt 321 Stück bzw. 63% der Aussendungen.
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