"Die Zukunft ist als Raum der Möglichkeiten der Raum unserer Freiheit", Karl Jaspers 1883-1969


Die offene Landschaft:

Landschaft ohne Sichtbarrieren, also ohne Siedlung oder Wald, in Mitteleuropa meist Kulturlandschaft.

 

Projektidee:

Anlaß für dieses Forschungsvorhaben ist der Rückzug der Landwirtschaft aus großen Flächen Mitteleuropas.

Vor dem Hintergrund globaler und regionaler Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft fragen wir nach künftigen Mustern der Landnutzung. Das Projekt konzentriert sich auf offene Landschaften, in denen die Weichen zur künftigen Landschaftsveränderung noch nicht gestellt sind. In dieser Landschaft bestehen noch Chancen für eine Gestaltung der relevanten Prozesse.


Delphi-Umfrage:

Methode zur Zukunftsprognose, die nach der altgriechischen Orakelstätte benannt ist.

 

Projektmethode:

In ausgewählten Regionen werden landschaftsverändernde Faktoren quantitativ analysiert. Zusätzlich wird eine Delphi-Umfrage für die qualitative Analyse durchgeführt: Anonym, und daher unabhängig von Tagespolitik und wirtschaftlichen Rücksichtnahmen entwerfen Experten Bilder der künftigen Landschaft in Mitteleuropa.

Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Analysen dienen uns als Grundlage für die Entwicklung von Zukunftsszenarien.


Visualisierung:

Zukunftsprognosen können unter anderem mit Grafiken, thematischen Karten und Fotomontagen veranschaulicht werden.

 

Projektziel:

Szenarien und Visualisierungen künftiger Landnutzungsmuster sollen die Langfristperspektive in der Grundlagenforschung und in der raumbezogenen Politik stärken.



Kulturlandschaftswerte:


Beispiel: Streuobstwiese

Landschaftselemente, die nur in Folge menschlicher Aktivität bestehen und als ökologisch und ästhetisch wertvoll betrachtet werden.

 

Ergebnisse:

  • Dokumentation der Delphi-Befragung
  • Szenarien für die Kulturlandschaftsentwicklung
  • Räumlicher Prognose- und Simulationsansatz
  • Leitbilder zur "Referenzausstattung mit Kulturlandschaftswerten"
Erstellt von Monika Fiby im Juli 2001